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siegel.gif (35705 Byte) Auf den Sinneswandel eines Produzenten angesprochen, der über Nacht die Besetzungsliste seines Filmes änderte, sagte Al Pacino im Kinoklassiker "Der Pate": "Mein Vater hat ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ausschlagen konnte". Bei diesem Angebot handelte es sich um einen abgetrennten Pferdekopf, was soviel heißt wie allerletzte Mahnung. Dass solche Methoden nicht reine Fiktionen sind, bewies im vergangenen Jahr der Prozess gegen eine Berliner Inkassofirma, die ähnlich vorging. Nur die Tierart unterschied sich.

Für gewöhnlich werden Mahnungen aber in Schriftform übermittelt. Dabei muß man darauf achten, Mahnung und Mahnbescheid nicht zu verwechseln. Mahnbescheide kommen vom Gericht, Mahnungen sind Zahlungsaufforderungen von einem Vertragspartner. Solche Mahnungen werden meist dreimal versandt. Bleiben die Mahnungen unbeantwortet, wird der Vertragspartner ein Inkassounternehmen beauftragen oder ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Vorteil beim Inkassounternehmen ist, daß der Gläubiger im Falle eines Nichterfolges meist nur eine Pauschale bezahlen muß, während er selbst bei einem gewonnenen Prozeß vor Gericht auf den Schulden sitzen bleiben kann, wenn vom Schuldner nichts zu holen ist.

Der Mahnbescheid selbst ist die relativ schnelle und kostengünstige Methode, eine Zwangsvollstreckung einzuleiten. Das Gericht prüft nämlich nicht, ob berechtigte Ansprüche des Gläubigers bestehen. Deshalb sollte der Empfänger eines Mahnbescheides diesen niemals zur Seite legen. Sonst kann - selbst wenn die Forderung unberechtigt ist - auf einmal der Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen.

Zu allen Aspekten im Zusammenhang mit Mahnbescheiden und Pfändungen soll Sie diese Seite informieren.


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